Donnerstag, 5. November 2015

Der Kohlweißling lässt grüßen...

Das Gartenjahr ist nun so gut wie zu Ende und trotzdem laben sich Schmetterlingsraupen an dem fast einzigen Gemüse was wir noch im Garten haben, dem Rosenkohl.
An diesem sind momentan massig Raupen des großen oder kleinen Kohlweißlings zufinden. Der Rosenkohl ist an einigen Stellen schon fast bis auf die Rippen abgefressen. Den Grünkohl, welcher daneben steht, den rühren sie komischerweise nicht an.



Im Vordergrund ist der Rosenkohl zusehen inclusive der Frassstellen. Noch hält es sich in Grenzen. Ganz hinten der Grünkohl bleibt verschont. Sind anscheinend auch noch wählerisch die Biester.



So putzig und flauschig die Raupen auch sind, nerven sie tierisch. Das diese in der Kälte (nachts bis zu -2 Grad) überhaupt noch leben, ist mir schleierhaft. Sie tun sich an den Blättern gütlich und wir gucken in die Röhre  smilie_wut_125.gif



In meinem "Kosmos Natürführer für unterwegs" habe ich folgendes gefunden (siehe oben).
Ist ja schön und gut das es als wissenswert erachtet wird, das die Raupen anscheinend großen Spass daran haben an Hauswänden hochzuklettern, nur würde es mich viel mehr interessieren was man gegen sie tun kann.
Dazu habe ich in einem anderen Buch, "Mein schöner Bio-Garten von Jürgen Wolff", nicht viel, aber immerhin etwas gefunden. Zur Vorbeugung, was ja nun schon zu spät ist, soll eine Mischkultur mit Tomaten und/oder Sellerie helfen. Eine Kaltwasserbrühe aus ausgegeizten Tomatentrieben kann ebenfalls auf die Pflanzen gesprüht werden. Keinesfalls wohl Brennesseljauche, da diese für die Schmetterlinge anziehend wirkt.
Hat man die Biester schon am Kohl, hilft nur noch die gelben Eier zu zerdrücken und die Raupen abzusammeln.



Und so sieht unser Garten zurzeit noch aus. Das Laub muss noch gerecht und das Beet vorbereitet werden. Das werde ich nämlich jetzt tun, denn es ist schön warm draussen und die Sonne scheint in einer Tour.


Viele liebe Grüße
eure Anna

Kommentare:

  1. Hallo zur Vorbeugung helfen spezielle feinen Vlise die man über das Beet über Rundbögen spannt. So kann der Kohlweißling seinen Eier nicht auf und im Kohl ablegen.
    Dies wird hier im Norden gerne erfolgreich dagegen genommen. Im Grünkohl hatte ich immer besonders viele weiße Fliegen, die aber nach den ersten Frösten verschwanden!
    Grüße von Frauke

    AntwortenLöschen
  2. So schön die Schmetterlinge auch sein mögen, Raupen finde ich eklig. Ich mag sie auch nicht ablesen, das mußte meine Tochter immer erledigen. In den letzten Jahren gibt es kaum noch Schmetterlinge in der Gegend. Es gibt aber viele Vögel oder waren wir zu gründlich?
    Noch einen schönen Abend und veile Grüße
    kathinka

    AntwortenLöschen
  3. Oh, so hat der Sprrossenkohl (Rosenkohl) bei uns letztes Jahr auch ausgesehen. Von heute auf morgen. Ich hab sie dann einfach abgesammelt und weg getragen. :)
    Sonnige Grüße aus Salzburg, Gartenleidenschaft

    AntwortenLöschen
  4. Oh, die "putzigen" Raupen erinnern mich doch etwas an die Raupen des Buchsbaumzünslers, die wir in diesem Jahr massenhaft von unseren Pflanzen abgesammelt haben...
    Ob die Tomaten-Pflanzen-Brühe auch hier helfen würde, Tomatenpflanzen haben ja einen ganz eigenen Geruch, ich vermute mal, es geht darum den Duft der "Zielpflanze" bei der Eiablage zu überdecken...
    Werde ich mir mal merken und nächstes Jahr damit experimentieren...
    Rosige Gartengrüße von Christine

    AntwortenLöschen
  5. Hallo zusammen,
    das mit dem Vlies geht aber nicht bei Sommerlichen Temperaturen, da erstickt der Kohl drunter.
    Nach den letzten zwei verheerenden Kohljahren habe ich mir im Frühjahr drei Insektenschutznetze bei Obi gekauft und bin extrem begeistert. Man muss nur genügend Platz lassen. Das Filderkraut ist so groß geworden, dass es das Netz agehoben hat. Jetzt ist fast alles abgeerntet, die Netze durch die Waschmaschine gejagt und verstaut. Ich gehe mir kommende Saison noch zwei holen.
    Katja (und den Palmkohl mögen die Viecher auch nicht)

    AntwortenLöschen

Die Liebe ist wie eine köstliche Blume, aber man muss den Mut haben, sie vom Rande eines schauerlichen Abgrundes zu pflücken. -Stendhal-