Samstag, 28. März 2015

Von Dortmundprimel, Tausendschön und Voodoo Lily...

Ich konnt es mal wieder nicht lassen und habe am Donnerstag etwas vom Markt mitgehen lassen smilie_verl_068.gif




Bei einer Marktfrau sprangen mir diese komischen Knollen ins Auge. Sie passen perfekt in meine Hand, sind relativ rund und oben abgeflacht, mit schuppiger Schale? und gänzlich ohne Wurzeln. Auf dem Schild stand, dass es sich um Wunderknollen oder auch Eidechsenschwanz handelt. Diese Knollen legt man einfach nur auf einen Teller und lässt sie machen, ohne Erde und ohne Wasser, die kümmern sich wohl alleine. Öhm ja genau smilie_sh_076.gif .
Zuhause warf ich Tante Gockel an und recherchierte ein wenig nach. Das was ich da gekauft habe (... je Knolle 1.00€) nennt man Eidechsenwurz oder eben Wunderknolle. Im englischen nennt man sie auch Voodoo Lily. Und tada... es handelt sich um Aasblumen smilie_sh_087.gif
Die Blüte die aus den Knollen wächst kann sich auch sehen lassen. Schaut einfach mal im Netz nach, da findet ihr Bilder. Der Nachteil liegt wohl, wie bei allen Aasblumen, darin das sie ziemlich übel riechen sollen. Ich selbst bin noch nicht in den Genuss gekommen, da mal eine tiefe Nase voll von zu nehmen, aber der Geruch soll an verwestes Fleisch erinnern. Wer schon mal verwestes Fleisch gerochen hat und damit meine ich nicht den Hackepeter den man im Kühlschrank vergisst, der weiß wie bestialisch sowas stinken kann.
Abwarten und wenn sie zu sehr muchtet (riecht), dann kann sie immer noch auf Balkonien. Ich habe die Knollen in eine Fressschale für Nagetiere getan und damit sie nicht ganz so frei drin liegen, noch etwas Pflanzton drum herum gestreuselt.


Bei einem anderen Marktmann (...nennt man das so?), habe ich eine "Dortmundprimel" gekauft.




Der Marktmann hat sich als Borussia Dortmund Fan geoutet und deswegen heißt die Primel so, wegen ihrer gelb-schwarzen Blütenfarbe. Naja, eigentlich ist es eher braun, aber wir sind ja keine Korinthenkacker nicht wahr smilie_frech_146.gif. Die Primel ist eine ganz normale Staudenprimel und hat nun ihren Platz auf Balkonien gefunden, gleich neben dem Blumenkasten mit den Puschkinia und Scilla die ich letztes Jahr im September gesteckt hatte (... da tut sich auch schon was). Bin schon am überlegen, ob ich noch eine oder zwei Primeln hole, denn da waren noch so tolle Farben dabei. Ich habe auch darauf geachtet eine Pflanze zu nehmen, die noch nicht so viele Blüten hat. Ich nehme lieber welche wo die Blüten noch weitestgehend zu sind.


Und last but not least...



Wieder bei einer anderen Marktfrau habe ich zwei Tausendschön mitgehen lassen, einmal rosa und einmal rot. Man nennt sie auch Bellis, Maßliebchen oder auch Gänseblümchen, denn zu dieser Gattung gehören sie. Ich fand die so süß mit ihren großen fleischigen Blüten, die mussten einfach mit. Ich glaube das sind Pomponblüten. Die Blätter der Tausendschön kann man sogar essen, entweder im Salat oder auf's Butterbrot.


Liebe Grüße
eure Anna

Donnerstag, 26. März 2015

Ananaserdbeere...

Ich habe heute wieder Post von einer Tauschpartnerin bekommen und zwar Pflanzen der "Ananaserdbeere" smilie_happy_336.gif

Bildquelle: Wikipedia

Ananaserdbeere (englisch: Pineberry) umschreibt verschiedene Sorten der Gartenerdbeere unter deren Namen diese vermarktet werden. Sie ist eine Hybride. Diese Sorte ist nicht sortenrein, sondern entstand etwa um 1700/1750 rum in Frankreich aus einer Verkreuzung der Sorten "Scharlach-Erdbeere" (Nordamerika) und "Chile-Erdbeere" (Südamerika).
Da sich rote Erdbeeren aber besser verkauften, geriet die Ananaserdbeere immer mehr in Vergessenheit.
2003 begann der niederländische Züchter Hans de Jongh mit einigen Pflanzen die Zucht und hatte nach gut 6 Jahren verkaufsfähige Pflanzen.
Da die Ananaserdbeere entweder nur männliche oder weibliche Blüten hervorbringt, muss noch eine oder mehrere rote Erdbeeren, die Zwitterpflanzen sind, also weibliche und männliche Blüten haben, daneben gepflanzt werden. So wird die Bestäubung der Pflanzen gesichert.

Wer sich noch etwas schlauer machen will, kann sich noch ein Video über die weisse Ananaserdbeere ansehen, welches mal bei Galileo auf Pro 7 lief.





Erhalten habe ich 20 sehr gut bewurzelte Pflanzen. Sie wurden in einem Karton versendet. Eingewickelt waren sie in feuchtes Zeitungspapier mit dem sie in Plastikbeuteln steckten. Die Tüten waren oben offen, damit die Pflanzen atmen konnten.




Die Wurzeln haben zum Teil eine Länge von ca. 30 cm und die Pflanzen sind kräftig und sattgrün. Beim einpflanzen ist darauf zu achten, dass das Herz der Erdbeerpflanze aus der Erde schaut. Ich schätze mal das wird so gemacht, damit die Blätter und Ableger es leichter haben und sich nicht durch die Erde wurschteln müssen smilie_denk_49.gif




15 Töpfchen sind es geworden. Die großen kräftigen Pflanzen habe ich einzeln gesetzt und die restlichen kleineren jeweils zu zweit oder dritt zusammen genommen und in ein Töpfchen gesetzt. Die langen Schwuppen, also die Stiele der Ausläufer, habe ich dran gelassen, dafür aber die alten vertrockneten Blätter vorsichtig abgeschnitten. Nun stehen sie erstmal draußen auf dem Balkon im Schatten wo sie sich erstmal erholen können. Angegossen sind sie auch. Gedüngt wurden sie nicht, denn es soll schädlich sein sie während der Pflanzzeit zu düngen. Am besten macht man das wohl im Herbst.

Einige kommen in den Garten, aber 2 oder 3 Pflanzen will ich noch auf den Balkon setzen. Man weiß ja nie ob sie es im Garten überhaupt überleben. Wir haben zum ersten Mal Erdbeerpflanzen. Die die von der Frau Spartennachbarin herüberwachsen zählen nicht smilie_frech_147.gif


Als Zugabe gab es noch ein kleines gut bewurzeltes Rhizom der blauen Iris "Nana". Mal schauen wo im Blumenbeet noch Platz ist. Ich steige da ja jetzt schon nicht mehr durch, was da alles drin ist und wächst  smilie_sh_076.gif




Liebe Grüße
eure Anna


P.S: Ich danke euch ♥-lich für die zahlreichen Kommentare unter den letzten 3 Posts, auch wenn ich sie diesmal nicht beantwortet habe, mir fehlte einfach die Zeit.

Freitag, 20. März 2015

Partielle Sonnenfinsternis am 20. März 2015

Wir haben sie gesehen, die Sonnenfinsternis. Das Wetter war bombastisch, strahlender Sonnenschein und kein Wölkchen am Himmel.




Als der Mond die Sonne bei uns in der Region (Sachsen, tiefster Osten) zu fast 75% verdeckt hat, wurde es richtig dämmrig, wie als würde gleich ein Gewitter aufziehen.

Die nächste partielle Sonnenfinsternis, auch mit so großer Verdunkelung, soll im Jahre 2026 statt finden.


Vorzucht II Tomaten (2015) (Update I)

In diesem Jahr ist mir das Glück bei den Tomaten nicht sonderlich hold smilie_tra_186.gif
Sowas verkümmertes und vermickertes hatte ich noch nie, zumindest nicht in diesem Ausmaß. Die Erde schimmelte (tut sie noch, selbst in den Kokostöpfchen), die Samen verrotten (tun sie noch) und die die gekommen sind muckern halt rum. Zu feucht ist die Erde aber auch nicht. Zumal die Oberfläche feucht ist, aber unten da ist die Erde/die Kokosfasern furztrocken.
Tagsüber, wenn das Wetter mitspielt, habe ich die Kleinen schon stundenweise auf dem Balkon in der Sonne stehen. Das scheint ihnen gut zu gefallen.



 
Einige musste ich nochmal nachsäen, das sind die in den Kokostöpfchen. Aber selbst da ist der Wurm drin.




Von links oben nach rechts unten:

1) 
Micro Tom (rot)... nachgesteckt (0/1) 
Micro Tom (rot)... nachgesteckt (0/1)
Micro Tom (gelb)... nachgesteckt (1/1)
Micro Tom (gelb)... nachgesteckt (1/1)

2) 
Reisetomate (1/1)
Vilma (1/1)
Bicolor Cherry (1/1)
Snow White (1/1) ... sind aber zwei Pflänzchen

3)
Gelbe Johannisbeertomate (1/1)
Helsing Junktion Blue (1/1)
Helsing Junktion Blue (1/1)
Reisetomate (1/1)

4)
Balkontomate (1/1)
Cherry Zebra (1/1)
Cherry Zebra (1/1)
Gelbe Johannisbeertomate (1/1)

5) 
Black Cherry (1/1)
Black Cherry (1/1)
Black Cherry (1/1)
Balkontomate (1/1) ... sind aber zwei Pflänzchen

6)
Ananastomate (0/1)
Ananastomate (1/1)
Green Zebra (0/1)
Green Zebra (0/1)


Bei denen in den Kokostöpfchen, wo eine 0 steht, das ist noch nicht sicher. Vielleicht kommt da noch was, abwarten.
Ärgerlich ist es auch bei den Micro Tom, die ja für den Balkon geeignet sein sollen, aufgrund ihres kleinbleibenden Wuchses. Eine gelbe Tom ist bis jetzt gekommen. Hoffentlich ziehen die anderen noch nach. Ich habe von jeder Sorte, gelb und rot, je nur noch einen Kern zum säen. Zur Not muss ich mir nochmal welche ertauschen.



Von oben links nach rechts unten:

Balkontomate / Reisetomate / Ananastomate / Micro Tom (gelb) / Gelbe Johannisbeertomate


Froh bin ich ja, dass die Sorten Helsing Junktion Blue, Snow White, Vilma, Bicolor Cherry und die Reisetomate aufgegangen sind. Diese Sorten liegen mir auch sehr am Herzen.
Bloß gut habe ich nicht wieder so viele gemacht. Wenn ich die alle durch bringe ist das schon super. Ein paar bleiben wieder auf dem Balkon und der Rest kommt in den Garten. Da müssen wir uns aber noch was überlegen, um sie zu schützen. Diese Tomatenzelte, also diese grünen Dinger, sehen auch nicht unbedingt so aus, als würden sie auch nur einem kleinen Windchen standhalten. Und jetzt extra eines kaufen wollen wir auch nicht unbedingt. Na mal sehen was wir machen.

Liebe Grüße
eure Anna



Donnerstag, 19. März 2015

Hm???

Immer wieder lese ich auf meiner Pflanzentauschbörse, das viele Tauschpartner zum Beispiel auf 100 Samen von Mohn bieten oder 100 Samen von Nachtkerze, 50 Samen von Akelei, 200 Samen von Glockenblume... Ich meine, die Samen sieht man ja kaum, nich  smilie_frech_155.gif

Da stellt sich mir doch die Frage, ob die Tauschpartner die Samen wirklich abzählen. Ich sehe sie schon vor meinem geistigen Auge mit einem Monokel zu Verstärkung über ein Mikroskop gebeugt und mit einem Zahnstocher die Samen abzählen...

1 Mohnsamen, 2 Mohnsamen, 3 Mohnsamen... 67 Mohnsamen... Mist verzählt!... 1 Mohnsamen, 2 Mohnsamen, 3 Mohnsamen... smilie_happy_309.gif


Montag, 16. März 2015

Sonntag, 15. März 2015

Kartoffelkuchen

Ich hatte mir mal ein Kochbuch über "Kartoffeln" gekauft. Das lag schon eine geraume Zeit bei den anderen Kochbüchern auf dem Regal in der Küche und, ja, da lag es eben.
Gestern habe ich es mir mal genauer angeschaut und wirklich viele tolle Rezepte gefunden, die sich eben um die Kartoffel drehen. Und da stand auch etwas von einem "Kartoffelkuchen". Meine rechte Augenbraue wanderte nach oben wie sie das immer tut, wenn ich etwas skeptisch beäugel. Ein Kuchen aus Kartoffeln?

Ich warf Tante Gockel an und fand heraus, das man diesen Kuchen in Notzeiten im Ersten Weltkrieg gebacken hat. Getreide war Mangelware und so nahm man Kartoffeln als Ersatz für das Mehl. Auch später, zu DDR Zeiten war dies ein beliebtes Backwerk für den Kaffeetisch. Heute hat dieser Kuchen schon etwas nostalgisches an sich, da es Mehl ja nahezu überall zu kaufen gibt und so der Kartoffelkuchen leicht in Vergessenheit geraten ist.

Ihr braucht folgendes: 

♠ 600g mehligkochende Kartoffeln
♠ 4 Eigelb
♠ 4 Eiweiß
♠ 150g Zucker
♠ 50g Gries (Weichweizen- oder Maisgries)
♠ geraspelte Schale einer unbehandelten Zitrone
♠ evtl. Backpulver (im Rezept ist keines angegeben)
♠ Butter und Semmelbrösel (...oder Mehl) für die Form

Zuerst werden die ganzen Kartoffeln weich gekocht. Ich habe die Schale dran gelassen und sie am Ende der Garzeit gepellt. Um zu probieren, ob sie auch schmecken, wurde eine mit einem Flöckchen Butter dekoriert und mit einer Prise Salz bestreuselt. Lecker!!!
In Ermangelung einer Kartoffelpresse wurden die Kartoffeln mit einer Gabel in einer Schüssel zermatscht. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
Das Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren und das Eiweiß zu Eischnee schlagen.
Die abgeriebene Zitronenschale mit dem Gries (ich habe Maisgries genommen, der macht eine schöne gelbe Farbe) und dem Backpulver vermengen und unter die Kartoffeln mischen. Nun die Zucker-Ei-Masse dazugegeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Vorsichtig, locker aus dem Handgelenk heraus mit einem Holzlöffel, wird der Eischnee untergehoben. Rührt ihn auf keinen Fall unter, denn so gehen die Luftblasen kaputt und der Teig wird nicht luftig!
Die Form wird kräftig ausgebuttert und mit Semmelbröseln ausgestreut.
Im vorgeheizten Ofen wird der Kuchen nun auf mittlerer Schiene bei 170 - 180 Grad ca. 50 Minuten gebacken. Zwischendurch immer mal die Stäbchenprobe machen, um zu schauen ob er durch ist.




Einst widmete der deutsche Schriftsteller Joachim Ringelnatz, ein Kartoffelliebhaber, eben jener Knolle  einen sehr schönen Reim...


Abschiedsworte an Pellka

Jetzt schlägt deine schlimmste Stunde,
du Ungleichrunde,
du Ausgekochte, du Zeitgeschälte,
du Vielgequälte,
du Gipfel meines Entzückens,
Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens
mit der Gabel! Sei stark!...
Ich will auch Butter und Salz und Quark
Oder Kümmel, auch Leberwurst in dich stampfen.
Musst nicht so ängstlich dampfen.
Ich möchte dich doch noch einmal erfreun.
Soll ich Schnittlauch über dich streun?
Oder ist dir nach Hering zumut?
Du bist so ein rührend junges Blut. --
Deshalb schmeckst du besonders gut.
Wenn das auch egoistisch klingt,
So tröste dich damit, du wundervolle
Pellka, dass du eine Edelknolle
Warst, und dass dich ein Kenner verschlingt.


Freitag, 13. März 2015

Vorzucht I - Chili und Paprika (Update II)...

Von den Chili und Paprika sind fast alle aufgegangen, es gab keine großen Verluste. Manche Pflänzchen haben schon eine stattliche Größe erreicht und bilden zum Teil schon ihr zweites oder drittes richtiges Blattpaar aus.



So sieht es momentan in der Anzuchtschale aus. Bis jetzt machen sich die Kokosquelltöpfchen richtig gut. Nur Wasser speichern sie nicht wirklich lange, so dass ich öfters mit dem Messbecher um die Kleinen rumwuseln muss, um sie zu bewässern. Im Großen und Ganzen scheinen sich die Pflänzchen pudelwohl zu fühlen.

In den Reihen 1 - 7, von oben an nach unten gezählt, steht folgendes:

1)
- Chili Royal Black (1/1)
- Chili Royal Black (1/1)
- Glockenpaprika (1/1)
- Glockenpaprika (1/1)

2)
- Wildchili (1/1)
- Chili Czech Black (1/1)
- Chili Czech Black (1/1)
- Chili Czech Black (0/1)

3)
- Chili Elefantenrüssel (1/1)
- Chili Elefantenrüssel (1/1) 
- Chili Purple Ball (1/1)
- Chili Purple Ball (1/1)

4)
- Paprika Miniature Chocolate (1/1)
- Paprika Miniature Chocolate (1/1)
- Chili Aji Amarillo (1/1)
- Chili Aji Amarillo (1/1)

5)
- Paprika Californian Wonder (1/1)
- Paprika Californian Wonder (1/1)
- Paprika Californian Wonder (0/1)
- Paprika Miniature Chocolate (1/1)

6)
- Gelber Salbei (0/2)
- Eierblume (2/2)
- Eierblume (2/2)
- Paprika Californian Wonder (1/1)

7)
- Gelber Salbei (0/2)

Von den Chili und Paprika sind fast alle aufgegangen bis auf eine Chili Czech Black und eine Paprika Californian Wonder, aber das ist zu verkraften. Am besten wächst die Chili Elefantenrüssel. Sie war ja auch die erste, die sich gezeigt hat und sie wächst und wächst und wächst. Ein klein wenig sind die Pflänzchen vergeilt, aber es geht noch, hält sich in Grenzen. Die anderen wachsen langsamer, gediegener.

Besonders schön finde ich auch die Färbungen der Blätter. Die meisten haben ganz normale helle grüne Blätter, aber die Blätter der Chili Royal Black und Chili Czech Black, haben eine dunkle Färbung. Sie geht ins rotbraune, bis hinein ins lilane. Die Schoten der beiden Sorten sind auch sehr dunkel, lila, fast schwarz und das zeigt sich auch schon in den Keimlingen.


Links ist eine Chili Royal Black zu sehen und rechts, das ist eine Chili Czech Black. Die ist sogar mit drei Keimblättern. Ganz klein, in der Gabelung, sieht man schon ihre ersten richtigen Blattpaare.


Neben oben genannteren Sorten hatte ich noch Gelben Salbei und Eierblumen gesät. Die Eierblumen sind auch alle aufgegangen und entwickeln sich bis jetzt richtig gut. Mein erster Versuch im letzten Jahr war ja auch fehlgeschlagen. Sie sollen mal schön wachsen, denn ich will ja wissen, ob sie wirklich Blüten?/Früchte? tragen, die aussehen wie Eier.


Eierblume


Der Gelbe Salbei hingegen war ein Satz mit X, nämlich nix. Ich hätte mich vielleicht vorher informieren sollen, das Salbei ein Kaltkeimer ist. Folglich konnte da, neben und auf der Heizung, durch die viele Wärme, nichts kommen. Ich habe noch ein paar Samen und ich werde sie mal auf ein feuchtes KüRo-Tuch legen und dieses in einen Fischhaltebeutel tun und dann ab damit in den Kühlschrank. Das soll auch eine gute Methode sein, um Samen von Kaltkeimerm zum keimen zu bringen. Probiert habe ich es noch nicht, aber einmal ist immer das erste Mal.

Liebe Grüße
eure Anna

Montag, 9. März 2015

Das Gartenjahr 2015 hat begonnen...

Das Wetter ist ja nun seit ein paar Tagen schon richtig heimelig. Die Sonne strahlt vom Himmel an dem sich nur vereinzelt Wolken zeigen. Es ist noch kalt und der Wind frischli, aber denoch hat es mich und Männe heute in den Garten gezogen smilie_ga_049.gif


 
Den Topinambur hatte ich vor ca. 1 Woche in eine mit Erde gefüllte Tüte getan und etwas Wasser dazu gegeben. Und schaut mal was sich da getan hat. Die Knollen haben angefangen zu keimen. Einige Triebe sind an die 10cm hoch. Auch gewurzelt haben sie wie blöde, aber dazu später. Wenn der Topi in nur einer Woche schon so schiesst, da möchte ich nicht wissen wie er erst im Garten loslegen wird.


Für das Topi hatte ich ja einen 90 Liter Mörtelkübel bestellt, der auch vor ein paar Tagen geliefert wurde. Der ist schön groß und wir hoffen das er erstmal reicht. Wir haben das Ding gleich vorne, wenn man zum Türdel reinkommt, auf der rechten Seite eingegraben. Der Kübel wurde mit der Öffnung nach unten auf die Wiese gelegt und mit dem Spaten wurde drumherum eingestochen. So konnten wir prima sehen wo wir buddeln mussten. Ok, Männe hat gebuddelt, ich stand daneben und habe die Verantwortung getragen. Den Kübel haben wir dann eingesetzt und ringsum wieder mit Erde aufgefüllt und mit dem Spaten festgestochen. Er guckt noch an die 20cm raus, er ist nicht ganz in der Versenkung versunken. Die restliche Erde wurde dann in den Kübel gesiebt, damit nicht zuviel grün von der Wiese mit drin ist.


Wie ihr seht, sind die Knollen ein einziges Wurzelwirrwar. War gar nicht so einfach die wieder auseinander zu fitzeln. Ich hätte nie gedacht, das die innerhalb einer Woche schon so ein Wurzelwerk bilden können. Männe hat sie dann durcheinander in die Erde gesetzt, also nicht alle auf einen Fleck. Wir haben auch keine Löcher in den Kübel gemacht, denn da bräuchten wir das Wachstum nicht eindämmen. Mal schauen wie das wird, wenn es regnet.


Auch ein paar Krokusse sind im Garten verstreuselt gekommen und es sind sogar gelbe dabei.


Bei den Hyazinthen sieht es weitestgehen auch gut aus. Oben links die blaue Zwiebel hat einige Tochterzwiebel bekommen. Sie fühlt sich dick und fest an. Die anderen drei (Farben weiß ich grad nicht mehr) sehen ein wenig vergockert aus. Die Schnecken haben es sich im letzten Jahr gut schmecken lassen. Oberhalb sind sie total eingefallen, die Zwiebeln fühlen sich arg vertrocknet an. Es grünt zwar, aber ob sie durch kommen, hm. Und wenn, dann wird die Blüte vermutlich klein bleiben.


Hier hat mein Männe ein wenig mit der Cam gespielt und die Krokusse mit verschiedenen Farbfiltern unterlegt. Gelbfilter und schwarz-weiß. 


Und hier auch nochmal, ein Rotfilter und ein Blaufilter. Bei ihm sieht sowas immer richtig toll aus, ich kriege sowas nie zustande.


Links treibt schon eine Akelei aus. Ich weiß jetzt vor Schreck gar nicht welche das ist. Die Bunte, die letztes Jahr beim Gärtner gekauft hatte oder die lilane die mir sozusagen beim klauen von einem Gartenzaun hinter her geschmissen wurde. Ich tippe auf erstere. Rechts macht sich die Fette Henne auch schon auf die Socken, es ist eine rote. Naja, eher so ein rostbraun.


In mitten der Schwertlilien liegt diese kleine Krokuszwiebel.


Hier kann man schön Rätselraten machen, denn ich habe so gut wie keine Ahnung, was hier austreibt. Rechts unten, das ist eine schwarze Tulpe (Queen of Night?), das weiß ich. Für die hatte meine Schwester bei sich keine Verwendung mehr und so habe ich sie bei uns in die Erde gesteckt. Das oberhalb könnte der gelbe Zierlauch, auch Sternenlauch genannt, sein. Bin mir aber nicht ganz sicher. Das andere, tja, da bin ich überfragt.


Ich hatte ja im letzten Jahr diesen schönen orangenen Kalifornischen Mohn, auch Schlafmützchen genannt, gesät. Und eigentlich, ja eigentlich, ist das eine einjährige Pflanze. Nun steht aber an einigen Stellen saftiges Grün von eben diesem Mohn rum, wo ich ihn gesät hatte. Diese langen Pfahlwurzeln sind die vom Mohn (... der Saft ist genauso rot/orange wie die Blüten) und wie man sieht, treiben die oberhalb auch aus. Wir haben die erstmal drin gelassen und mal schauen wie sie sich weiter entwickeln.


Der Gründünger steht auch noch im Beet. Der wird aber demnächst entweder komplett mit untergegraben oder ich reiße ihn raus, zerkleinere ihn ein wenig und grabe ihn so dann mit unter. Das der den Winter auch überlebt hat. Aber gut, so richtig Winter war ja nicht gewesen.


Vor ein paar Tagen habe ich schon einmal Bilder von der Krokuswiese gezeigt. Es stehen immer noch etliche da und recken ihre Köpfchen raus. So viele sind es aber nicht mehr, sie ziehen sich langsam wieder zurück. Die Winterlinge stehen dafür in voller Pracht. Da gibt es auch etliche Fleckchen wo sie stehen, vorzugsweise in den kleinen Grünanlagen zwischen den Wohnblöcken.


Liebe Grüße
eure Anna

Montag, 2. März 2015

Mein Blog feiert seinen 1. Geburtstag!

Auf den Tag genau, heute vor einem Jahr, lies ich meinen Blog "Der kleine Schrebergarten" auf die Menschheit los ohne mir groß etwas dabei zu denken. Ursprünglich, aus einer Laune heraus geboren, dachte ich nicht, das er länger als ein paar Wochen bestehen würde. Ich dachte nicht eine Minute daran, das sich auch nur irgendjemand für mein Geschreibsel interessieren könnte. Am 02. März 2014 veröffentlichte ich meinen ersten Post *Die erste Vorzucht 2014*
Und nun ist wirklich schon ein ganzes Jahr rum, ich kann es nicht fassen smilie_sh_079.gif 

Jetzt... 125 Beiträge, zahlreiche Bilder, unendlich viele getipperte Buchstaben, mindestens genauso viele Zahlen, 257 Leserkommentare, 8.990 Seitenaufrufe, und knapp 50 Leser später, existiert das Blog immer noch.

Ich habe in der "kurzen" Zeit so viele tolle Blogs und die Menschen dahinter kennengelernt und ich bin wahnsinnig froh darüber. Es macht mir nach wie vor unglaublich viel Freude zu bloggen und ich möchte mich bei euch, meine lieben LeserInnen, ganz ♥-lich bedanken. Für euer Interesse an meinem Geschriebenen, eure lieben Kommentare, für eure Tipps und Ratschläge, für euer Feedback, egal ob positiv oder negativ... ach, einfach für alles, denn ohne euch hätte es das Blog nie soweit geschafft und würde vielleicht gar nicht mehr bestehen.

Dafür möchte ich einfach mal vonsmilie_love_327.gif ...



... sagen.


Liebe Grüße
eure Anna

Sonntag, 1. März 2015

Vorzucht II - Tomaten (2015)

Gestern habe ich mich an die Tomatenaussaat gemacht. Es war gar nicht so einfach aus den vielen Sorten welche zu wählen, die ich säen möchte. All zuviele sollten es auch nicht sein, da wir mit dem Anbau im Garten nicht soviel Glück haben. 2 Jahre in Folge sind uns alle Tomatenpflanzen an der Braun- und Krautfäule eingegangen. Ein paar Pflanzen sollen wieder auf den Balkon und ein paar werden wir nochmal versuchen im Garten groß zu kriegen.


Meine Auswahl an den Tomaten für dieses Jahr.

Gesät an Tomaten habe ich folgende:

♣ Micro - Tom (gelb) (2x)
♣ Micro - Tom (rot) (2x)
♣ Snow White (1x)
♣ Bicolor Cherry (1x)
♣ Vilma (1x)
♣ Reisetomate (2x)
♣ Helsing Junction Blues (2x)
♣ Gelbe Johannisbeertomate (2x)
♣ Cherry Zebra (2x)
♣ Balkontomate (2x)
♣ Black Cherry (3x)
♣ Green Zebra (2x)
♣ Ananastomate (2x)

Es ist nicht sonderlich viel, deswegen hoffe ich sehr, das alle keimen und ich diese durchbringen kann. Aber diesmal lieber weniger als zuviel, bevor wir wieder den Großteil an den Pflanzen verlieren. Denn das ist wirklich sehr  ärgerlich. Man sät sie, zieht sie liebevolll groß und dann *bäm*, alle futsch.




Die Kerne habe ich nicht wie die Chili und Paprika in Kokosquelltöpfchen gesteckt, sondern wieder in ganz normale Blumenerde. Das klappt immer ganz gut und ich hatte noch nie Probleme damit. Ich habe auch noch zwei Mini-Gewächshäuser gekauft. Enthalten sind da je eine Abtropfwanne, eine Aussaatschale (24 Kammern) und der Deckel. Für je 1.99€ ist das preislich günstig. Wenn die Dinger auch nur 2 jahre halten sind sie super. In die Aussaatschale habe ich zuerst Erde gefüllt und die Schale ein paar Mal leicht angehoben und auf den Boden plumpsen lassen, so dass sich die Erde etwas staut. Dann habe ich die Kammern bewässert und anschließend mit einer Pinzette die einzelnen Kerne in ihr jeweiliges neues Heim gelegt. Da die Erde feucht ist, bleiben die Kerne gut liegen und rutschen nicht rum oder fallen tiefer rein als sie sollen. Anschließend nochmal etwas Erde drauf, die Schale leicht hin und her ruckeln damit sich die Erde gut verteilt, nochmal wässern und Deckel drauf.




Um die einzelnen Sorten auseinander halten zu können, habe ich wieder das Koordinatensystem verwendet. Somit stehen wieder auf der kurzen Seite die Zahlen 1 - 4 und auf der langen Seite die Buchstaben A - F.




Das habe ich wieder in mein Gartenheft übertragen und so kann ich prima schauen wo sich schon etwas tut und wer denn da alles keimt.

Besonders auf die Micro-Tom bin ich gespannt. Sie ist die momentan kleinste Tomate der Welt. Die Pflanzen sollen gerade mal nur an die 15cm groß wie breit werden. Wenn dem so ist, setze ich die in einen normalen langen Balkonkasten. Sie sollen auch relativ große Früchte hervor bringen, an die 2cm Durchmesser.
Auch die Snow White, eine Cocktailtomate, ist sehr interessant, hier soll die Färbung der Früchte von hellgelb bis gänzlich ins weiss gehen. Während die Helsing Junction Blues, auch eine Cocktailtomate, blaue bzw. schwarze Früchte tragen soll.
Ebenso ist die Reisetomate nicht zu verachten. Im Gegensatz zu ihren runden/ovalen Kollegen besteht die Reisetomate aus vielen kleinen Knubbeln welche die Frucht bilden. Aufgrund ihrer starken Rippung ist sie nicht für den Freilandanbau geeignet, da sie sehr anfällig für die Fäule ist.


Liebe Grüße
Anna