Freitag, 28. November 2014

Kleiner Rundgang durch mein Heimatdörfchen...




Hier stand mal eine riesengroße sehr alte Kastanie. Sie ist aber schon etliche Jahre weg. Sie wurde gefällt, weil ihr Krone immer mehr in die Stromleitungen einwuchs und sie sich immer mehr der Straße zuneigte.

Ein großer, mit Efeu zugewucherter Walnussbaum.

Eine auf dem Boden rankende Pflanze mit schönen lila Blüten. Den Namen weiß ich leider nicht.

Hier sehr ihr zur linken unsere ehemalige Sparkasse. Seit ca. 2 Jahren, wenn ich nicht irre, ist sie nun schon raus dort. Was aber mehr als blöd ist, besonders für die älteren Leute. Die nächste Sparkasse ist kilometerweit in den Nachbarstädtchen und dort kommt man sehr schlecht hin, wenn man kein Auto hat oder jemanden hat der einen fährt. Die Busverbindungen aus dem Dörfchen raus und rein sind ebenfalls ein Witz. Jetzt kommt wenigstens 1x in der Woche ein mobiler Sparkassenwagen, wo man seine Bankgeschäfte erledigen kann. Nun befindet sich in dem Gebäude nur noch die Gemeindeverwaltung. In dem Gebäude zur rechten hatte ich in meiner Schulzeit vor Anno 1800 noch Werkunterricht. Gibt es das überhaupt noch? Aber seit der Schließung unserer Schule, trotz Protesten mit allem drum und dran, im Jahre 2004 findet dort natürlich auch kein Unterricht mehr statt. Zumal unsere Schule erst ein Jahr vor der Schließung saniert wurde. Ich meine, hallo? Erst Geld reinpulvern und dann dicht machen. Und dann wird sich gewundert, warum die Kinder nicht mal mehr bis 3 Zählen können. In dem Gebäude wohnen nun auch Leute. Hinter der Hecke sieht man noch das Bahnhofssignal. Vor vielen vielen Jahren fuhr tatsächlich mal ein Zug durchs Dörfchen, es gab sogar einen kleinen Bahnhof.

Ganz im Hintergrund ist unsere Kirche zu sehen, bekannt für ihr Bronzenglockengeläut. Rechts daneben sieht man ein Stück vom Kretscham. Dieser feierte im Jahr 2002 sein 500-jähriges Bestehen. Früher fanden hinten im großen Saal immer die Faschingsfeiern statt, Modellbahnaustellungen, Tanzveranstaltungen, Schützenbälle und ganz früher, in den 50er Jahren, gab es sogar ein kleines Kino. Heute hat der Kretscham seinen Glanz von damals verloren. Es finden kaum noch Veranstaltungen statt und wenn ich den Buschfunk richtig verstanden habe, ist der große Saal sogar geschlossen. Es verirren sich kaum noch Leute dahin. Unser Dörfchen stirbt aus. Es kommen kaum noch Touristen, die ganzen ortsansässigen Firmen gehen kaputt, die Menschen verlieren ihre Arbeit, die jungen Leute machen weg und es ziehen kaum mehr neue Leute hier her, weil es einfach nichts gibt, bzw. nichts mehr gibt, wofür es sich lohnt sich dort ein Häuschen zu kaufen oder zu bauen. Und der Bürgermeister, ja, der gibt das Geld lieber für sinnlose Spielereien aus, als unser Dörfchen wieder attraktiver für Touristen und potentielle Häuslekäufer zu machen. Eine dieser sinnlosen Spielereien sieht man unterhalb der Kirche. Ein großer Parkplatz, den kaum einer nutzt und Toiletten, die immer zugeschlossen sind. Rausgeworfenes Geld. Und ganz zu schweigen von einer ehemals geraden Straße, die eine Kurve verpasst bekommen hat. Hä??? Links neben dem Brunnen befindet sich noch eine Kneipe (nicht mit im Bild). Da sind wir früher auch gerne mal ein Bier zischen gegangen und ganz ganz früher war es Vatis Stammkneipe, wo er Freitagabends immer zum Doppelkopf spielen hingegangen ist. Jaja, wie die Zeiten sich ändern...

Kleiner Springbrunnen in einem Vorgarten.

An allen Straßen, auf den Wiesen, den Feldern und Koppeln sieht man Katzen.

Noch eine Katze...

...und noch eine.

Blick auf eine Koppel auf der Schafe weiden. Die verstecken sich nur gerade, sind wohl etwas Kamerascheu.

Die Straßen durch's Dorf sind weitestgehend noch gepflastert. Da hoppelt man immer so schön wenn man im Auto sitzt. Mit dem Gegenverkehr ist da auch so eine Sache, einer muss immer ausweichen und zur Seite fahren, den zwei Autos nebeneinander haben keinen Platz.

In manchen Gärten oder vor den Häusern blühen noch einige Tagetes, die der Kälte trotzen. Während alles andere um sie herum eingeht oder erfriert, stehen sie immer noch, unerschütterlich wie eine 1.

Sogar ein paar Pilze gucken noch vorwitzig aus dem Laub heraus.

Eine alte Weide am Straßenrand.

Was manche so für Mist auf der Wiese hinterm Haus liegen haben ist sagenhaft. Das Gerümpelt liegt schon gut an die 15 Jahre dort und es wird nicht besser.

Das hier müsste der "Derry" sein, wenn ich nicht ganz schiele.

Manche Eckchen sind etwas wild, weil sich keiner darum kümmert oder kümmern will. So hat die Natur freien Lauf und wächst und wuchert wie sie mag.

Liebe Grüße
Anna

Sonntag, 23. November 2014

Erstmal chill'n...


Einen schönen sonnigen Sonntag wünsche ich euch!

Liebe Grüße
Anna

Donnerstag, 20. November 2014

Luffaschwamm ernten...

So mit o, gestern war es endlich soweit. Ich habe die Luffa auseinander genommen, um an den Schwamm zu kommen. Das Endergebnis kann sich, dafür das ich sie das erste Mal angebaut hatte, durchaus sehen lassen smilie_happy_340.gif
Ich hatte einen Tag zuvor schon einmal zu Testzwecken eine Luffa zerlegt. Also nicht wundern, wenn in der Fotostrecke nur noch 3 vorhanden sind.

Nun denn, fangen wir an...

Auf dem ersten Foto sind die Luffa noch in ganzem Zustand. Sie sollten wirklich beim drauf klopfen hohl klingen, die Haut muss sich trocken anfühlen und beim drücken knirschen. Vom Gewicht her sollten sie in der Hand kaum mehr spürbar sein.


Als erstes wird der Blütenknubel, ich nenne ihn mal so, abgenommen. Das ist das Teil, wo die Blüte heraus kam, nicht zu übersehen. Das geht ganz leicht, er fällt auch meistens von alleine ab. Dann nimmt man zum Bleistift einen Eimer und schleudert die Gurke, mit der Öffnung nach unten, darin hin und her. So bekommt man am besten die schwarzen oder braunen Kerne heraus. Die, die nicht rausfallen, können später mit rausgespült werden.


Hier sieht man gut die trockene Schale und das Fruchtskelett oder den Fruchtkörper. Zwischen Schale und Fruchtkörper war ein etwa 1cm breiter Hohlraum. Beides war nur noch an vereinzelten Stellen durch dünne Fasern miteinander verbunden.


Die Schale ließ sich gut entfernen. Auch bei den anderen Luffa.


Die abgepulte Schale und das herausgelöste Fruchtskelett.


Es werden alle verfügbaren Luffa so in ihre Einzelteile zerlegt. Fruchtskelett zur Schwammgewinnung...


... Kerne zur Samengewinnung. Die sollten aussortiert werden, das sich Blindgänger (hohle, flache Kerne ohne spürbares festes Inneres) unter ihnen befinden können...


... und die Schale. Für die gibt es keine Verwendung, sie kann also weggeworfen werden.


Die Luffaschwämme können so aber noch nicht benutzt werden, sie müssen noch gereinigt werden. Das Fruchtfleisch ist zwar weitestgehend vertrocknet, aber es bleibt trotzdem noch etwas dran. Das ist das feine durchsichtige blättrige Zeug, was an dem Skelett hängt. Auch im inneren gibt es noch die Fasern, an denen die Kerne hängen, die müssen auch weg. Und falls beim rausschütteln nicht alle Kerne heraus gekommen sind, müssen die natürlich auch noch mit raus.


Die zukünftigen Luffaschwämme sehen nicht oder selten so aus wie z.B. in der Drogerie. Die in der Drogerie werden oft noch gebleicht, um sie schön hell zu bekommen. Es können durchaus auch helle Schwämme geerntet werden. Der in der Mitte kommt dem schon relativ nah. Die anderen beiden mit den braunen Stellen, sind aber genauso gut. Das braune sind zumeist Druckstellen vom drücken oder wenn sie liegend gelagert werden. Aber das soll nicht weiter stören, denn sie sind ja für den Privatgebrauch und nicht zum verkaufen.


Ich habe die Schwämme in der Badewanne abgespült. Dazu habe ich lauwarmes Wasser genommen und den Strahl der Düse auf "Hart" gestellt. So schießt das Wasser mit viel mehr Druck heraus und die Fruchtreste lassen sich so relativ leicht entfernen. Der Schwamm sollte aber immer mal geknetet werden, um zu fest sitzende Reste zu lösen. Das wird so lange gemacht, bis der Schwamm von allem "Unrat" befreit ist.
Wenn ihr das nicht im Bad machen wollt, dann geht es natürlich auch im Garten mit dem Gartenschlauch.


Bei mir hatte das pro Schwamm ca. eine halbe Stunde gedauert, bis er wirklich rein war. Am Ende bleibt nur noch ein grobes sauberes Fruchtskelett übrig.


So sahen alle 3 Luffa nach ihrer Spülkur aus. Manch braune Druckstellen sind geblieben, aber das ist nicht weiter schlimm. Das braune Gewebe hat genauso eine feste Struktur wie das helle. Der Schwamm erfüllt genauso seinen Zweck. Die Schwämme habe ich noch in der Badewamm ausgeschüttelt, damit das überschüssige Wasser ab ging.


Ich hatte noch ein Handtuch auf dem Boden ausgebreitet und die Schwämme darin eingeschlagen und sanft gedrückt, damit sie trockener wurden. Das Foto ist leider etwas verwackelt, aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, Herr Wilson hat mich geschubst.


Zum komplett trocken habe ich sie im Bad auf die Heizung gelegt gehabt.


Das Resultat kann sich sehen lassen. Oben ein nasser Schwamm und unten ein trockener. Der trockene sieht ein wenig so aus wie diese Instant-Nudeln, diese Ramen, die man in den Tütchen kaufen kann. Die Schwämme können noch kleiner geschnitten werden. Ich habe sie aber so groß gelassen.


Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden. Dafür das ich zwischenzeitlich das bangen hatte, ob sie überhaupt was werden, sind insgesamt 4 Schwämme mehr als ich erwartet hatte.
Die Kerne habe ich aussortiert, es waren leider mehr Blindgänger dabei wie ich dachte, aber ich habe noch ein paar gewinnen können, wo ich denke das sie keimfähig sind.
Auch den "Badetest" haben die Schwämme mit Glanz und Gloria bestanden. Der Peelingeffekt ist wunderbar, nicht zu grob und nicht zu fein, sondern genau richtig. Einem Peelinghandschuh steht ein Luffaschwamm in nichts nach.
Klar, die Luffaschwämme verschleißen schneller, halten also nicht so lange, aber hey... mehr Natur geht ja wohl kaum und das fast nahezu umsonst smilie_happy_331.gif
Nächstes Jahr werden sie auf jedenfall wieder angebaut, aber diesmal beginne ich mit der Anzucht viel eher.




Liebe Grüße
Anna


Mittwoch, 19. November 2014

Eine kleine Hummel...

Gestern hatte sich eine kleine Hummel auf Balkonien verirrt. Und das um diese Jahreszeit, im November.
Die Hummel war aber schon sehr geschwächt...
... und starb kurze Zeit später zwischen den Portulakröschen.

Liebe Grüße
Anna

Freitag, 14. November 2014

So sehen die Luffa jetzt aus...

Seid ich die Luffa von den Pflanzen abgeschnitten und bei meinem Mann im Arbeitszimmer geparkt habe, sind mittlerweile gut 3 Wochen vergangen. In der Zeit hat sich so einiges getan.
Insgesamt waren es 5 Luffa, aber es sind jetzt nur noch 4. Eine hat es nämlich entschärft, die kleinste, die ist von innen heraus gefault. Die größeren Exemplare sehen aber sehr gut aus.

Ich habe mal ein kleines Video gemacht.


Da könnt ihr relativ gut sehen, das sich die Luffa farblich verändert haben. Sie sind nun zum großen Teil gelblich grün mit braunen Stellen. Das braune ist aber nicht faulig.
Die erste Luffa die ich auf den Boden werfe klingt schon richtig hohl und sie ist auch sehr sehr leicht, man fühlt kaum mehr ein Gewicht in der Hand. Die zweite Luffa klingt noch etwas dumpfer, das bedeutet, sie ist noch nicht ganz so gut abgetrocknet wie die erste.
Bei "Schüttel die Gurke" könnt ihr die Kerne hören. Daran erkennt man gut, das sich schon einige vom Fruchtfleisch gelöst haben.
Beim drücken der Luffa knirscht es schon ganz schön. Bei der letzten Luffa splittert sogar schon die Schale auf. Das Fasergeflecht im inneren muss aber schon ziemlich ausgetrocknet und eingeschrumpelt sein, beim drücken stößt man kaum mehr auf Widerstand. Ich hoffe doch da ist noch genug drin, um Schwämme heraus zu bekommen.
Ich würde ja gerne mal eine auseinander nehmen, traue mich aber noch nicht so richtig. Ich schätze ich warte noch gut 1 Woche und dann ucke ich mir mal eine samt Innenleben genauer an.

Liebe Grüße
Anna


Mittwoch, 12. November 2014

Das Große Stricken

Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, läuft seid einiger Zeit wieder Werbung für "Das große Stricken" des Smoothie Herstellers innocent.

Worum geht es denn da?
"Das Große Stricken" wurde 2011 von innocent ins Leben gerufen. Die Aktion findet also bereits schon zum 4. Mal statt. Es geht darum, für die vielen verschiedenen Smoothies lauter kleine Mützchen zu stricken oder zu häkeln. Die Fläschen mit den Mützchen stehen dann wieder ab Januar nächsten Jahres im Regal und warten darauf ein neues zuhause zu finden. Und natürlich getrunken zu werden. Oder zum einrahmen und an die Wand hängen. Oder einfach nur zum angucken. Wie ihr wollt smilie_happy_328.gif

Welchen Sinn hat das Ganze?
Der Sinn des Ganzen liegt darin, das von jedem verkauften Fläschen mit Mützchen 0.20€ an das Deutsche Rote Kreuz gespendet werden, damit ältere Menschen es gut haben und warm durch den Winter kommen.

Was kann jeder Einzelne tun?
Mützchen stricken und häkeln was das Zeug hält. Oder wie ihr eben Lust dazu habt. Jedes Mützchen was ihr werkelt, hilft smilie_op_031.gif
Im letzten Jahr kamen ganze 244.357 Mützchen zusammen und dieser Rekord soll in diesem Jahr gebrochen werden.

Wie lange läuft die Aktion noch?
Nicht mehr lange, den die Mützchen müssen noch vor dem 01.Dezember 2014 bei innocent eintreffen. Die Mützchen müssen ja noch alle gezählt werden, was ziemlich ulkig aussieht *klick*. Dann werden sie noch kreuz und quer durch sämtliche Länder in die Läden verschickt. Dort bekommen die Smoothies ihre Häubchen, bevor sie dann ins Regal kommen.

Hier könnt ihr nochmal genauer nachlesen... *Das Grosse Stricken*.


Und da ich momentan eh das Bett hüten muss, habe ich schon ein paar kleine Mützchen gehäkelt. Bis jetzt sind es 14, aber ich hoffe es werden noch ein paar mehr.
Ich finde die Aktion klasse und mache zum ersten Mal mit. Mit minimalem Aufwand hilft man anderen Menschen, das es ihnen ein wenig besser geht. Außerdem macht es viel Spaß. Und wenn dann die Fläschen mit ihren schicken Mützchen im Regal stehen, ja dann freut man sich umso mehr. Zum einen weil man anderen Menschen hilft, zum anderen können die Mützchen weiter verwendet werden, zum Bleistift als Eierwärmer uuund man hat natürlich einen leckeren Smoothie zum geniessen inclusive smilie_op_045.gif



Liebe Grüße
Anna

Sonntag, 9. November 2014

Chili - Update I

Die ersten Chilikeimlinge sind da und das nach gerade mal knapp 9 Tagen.
Den Post zur Anzucht findet ihr hier nochmal *klick*

 

Bis jetzt haben das Licht der Welt erblickt:

1 Chili Czech Black von 10
4 Chili Elefantenrüssel von 5
1 Wildchili von 2
3 Chili Purple Ball von 5
1 Chili Royal Black von 4
5 Chili de Cayenne von 16

Es haben bestimmt noch mehr gekeimt, aber so sieht die Bilanz der bisher oberirdisch erschienenen aus.
In anbetracht der kurzen Zeit kann sich die Keimrate von 15/42 sehen lassen. Am besten gekeimt haben die Elefantenrüssel, gefolgt von den Purple Balls. Und auch die eine Wildchili ist super, zumal davon nur 2 von mir gesteckt wurden.

Chili Czech Black
Chili Elefantenrüssel
Wildchili

Liebe Grüße
Anna