Dienstag, 23. September 2014

Neues aus dem Garten X...

Puh, so geht das Gartenjahr 2014 bald zu Ende und Ruhe ist im Garten trotzdem noch lange nicht in Sicht. Es gibt noch einiges zu tun, aber keine Hektik, alles der Reihe nach.

Unser Dschungel hat sich gaaaaaanz schön gelichtet, es ist kaum noch etwas im Beet.
Heute habe ich ganz grob das Unkraut rausgezubbelt. Morgen, wenn das Wetter noch mit spielt, werde ich das Beet umgraben und einen Gründünger reinstreuseln. Ich will das mal versuchen wie das mit Düngerpflanzen ist, da bei uns ja keine Chemie (... ok, bis auf das Schneckenkorn) in den Garten kommt. Die Pflanzen brauchen dann irgendwann nur noch mit untergeackert werden und gut ist.

Das restliche Gemüse habe ich heute noch aus der Erde gefummelt, ganz viele Haselnüsse aufgelesen, der Luffa die neuen kleinen Früchte abgesäbelt und und und...


So ärmlich schaut es momentan im Garten aus, zumindest auf der Beetseite. Das einzige was jetzt noch im Beet steht sind die Luffa, Schwarzwurzeln der 1. und 2. Aussaat, Knoblauch in diesem Jahr gesteckt, eine blühende Möhrenpflanze und viele viele hohe und niedrig buschige Tagetespflanzen. Den Rest habe ich alles rausgefummelt, seien es nun die letzten 3 Pastinaken oder das nervige Unkraut.

Hier sind die letzten 3 Pastinaken. Bei zweien hatte ich mächtig zutun die aus der Erde zu bekommen, die haben sich durch die vielen Ärmchen richtig fest verankert gehabt. Normalerweise sind die Wurzeln pfeilgerade wie eine Möhre, aber es kommen auch deformierte zum Vorschein wie bei mir. Das ist aber nicht schlimm. Pastinaken sind vergleichbar mit der Petersilienwurzel, obwohl sie geschmacklich eher dem Sellerie nahe kommen. Bevor die Kartoffel zu uns nach Europa kam, waren die Pastinaken sozusagen die Kartoffeln. Sie kann als Gemüse zubereitet werden, als Suppe oder als Suppeneinlage. Sehr lecker schmeckt sie als Zugabe zur Mauke (Kartoffelpüree), wobei aber mehr Pastinake genommen wird als Kartoffel. Sie sind sehr magenschonend und wurden vorallem früher von Müttern für ihre Babys als Brei zubereitet, weil sie gut verdaulich sind.

Und die Tagetes stehen in voller Blütenpracht, es ist ein Traum. Oder auch nicht. Mit der Samenernte werde ich wohl nicht groß hinterher kommen. Naja, was soll's, da haben wir im nächsten Jahr eben ultraviele Tagetespflanzen (... und auch Ringelblumen) im Garten. Ich muss sie ja nicht alle groß werden lassen. Das schlimme ist ja, ich bekomme kaum Samen los, weil wirklich fast jeder selbst Tagetes (... und Ringelblumen) im Garten hat. Es ist zum Mäuse melken.

Die Luffa's wachsen nach wie vor, was sehr gut ist, hinsichtlich der Nachttemperaturen von eventuell gerade mal 8 Grad, so wie gestern. Die ganzen kleinen Nachzügler habe ich rigoros abgeschnitten. Sie sind nur unnötige Nährstoffschmarotzer. Jetzt hängen noch 4 Monster an den beiden Pflanzen dran und das reicht. Die Pflanzen fangen nun langsam an einzugehen und zu verwelken. Die Früchte lasse ich so lange wie möglich an den Pflanzen dran.

Unsere kleine Haselnuss hat in diesem Jahr getragen ohne Ende. Einen halben Eimer habe ich heute aufgelesen und das ist schon was für das dünne Sträuchchen. Die Haselnüsse werden noch nachgetrocknet. Ich selbst kann sie leider nicht essen bzw. anderweitig verarbeiten, also werde ich sie wohl meinem Vati mitnehmen. Er knackt die immer und die bekommen dann die Vögel im Winter. Unter der Haselnuss in dem Reifen steht ja die Pfefferminze, die auch sehr gut angewachsen ist. Die werde ich noch einmal verschneiden und dann kanns sie sich kümmern.

Hier seht ihr Kapuzinerkresse, den Knoblauch und die Schwarzwurzeln der 1. und 2. Aussaat. Ich würde gerne mal bei den Schwarzwurzeln der 1. Aussaat buddeln, aber ich fürchte da ist noch nicht sonderlich viel dran. Die aus der 2. Aussaat wollte ich ja im nächsten Jahr blühen lassen. Mal sehen, ob ich sie doch irgendwie umsetzen kann ohne die Wurzel zu sehr zu beschädigen.

Liebe Grüße
Anna 

Kommentare:

  1. Das sind ja mal Pastinaken o.O
    Ich kenn die ja nur aus dem Supermarkt und da sind die immer soooo winzig.

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    1. Normal. In den Supermarkt kommen ja nur die makellosen. Die lassen sie auch nicht so lange wachsen. Solche Klopper wie bei uns würde im Laden keiner kaufen, die sehen ja nicht gut aus und entsprechen nicht der Norm.

      Aber lass mal 'ne Zombieapokalypse kommen oder 'ne Pandemie vom Feinsten, sollst mal sehen was wir verwöhnten Menschen da alles fr...^^

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    2. Ich versteh eh nicht, warum es da diese komische Norm gibt. Schließlich ist da ja nichts drann!
      Bin da eh ein super Gegner von und ich würde sofort " 2. ware " kaufen!

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    3. Ich auch, aber leider würden das nicht alle oder die meisten zumindest.
      Die meisten Menschen sind eben in der Sache ziemlich verwöhnt, anders kann ich es nicht sagen.
      Woanders hungern die Menschen und bei uns gibt es Normen wie Gemüse und Obst auszusehen hat, damit es verkaufstauglich ist.
      Das ist mir echt zu hoch...

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Die Liebe ist wie eine köstliche Blume, aber man muss den Mut haben, sie vom Rande eines schauerlichen Abgrundes zu pflücken. -Stendhal-