Sonntag, 28. September 2014

Bei meinem Vati zuhause...

Gestern waren Männe und ich, mit meiner großen Schwester und ihren Kiddies im Schlepptau, bei Vati zuhause, um seinen Geburtstag nachzufeiern.
Ich und meine Schwestern sind in einen kleinen Dörfchen aufgewachsen, wo die Welt noch halberwegs heile ist. Bis auf den einen Ertrunkenen im Schwanenteich vor etlichen Jahren, gab es nichts was unser Dörfchen erschüttert hätte.
Unser Elternhaus steht "oben am Berge", wie wir immer sagen, weil es das letzte Haus am Ende einer holprigen Straße ist, die eine ganz schöne Steigung hat. Und hinter dem Häuschen sind nur noch Koppeln, eine kleine Apfelplantage und Wald zu sehen. Früher als Kinder haben wir viel draussen gespielt, mit allem was uns zur Verfügung stand. Da gab es noch kein Computer, Internet oder Smartphone. Da wussten wir uns noch anderweitig zu beschäftigen. Wir sind auf Bäume geklettert, haben unten am Bach gespielt, sind mit der Axt durch den Wald gerannt und haben Buden gebaut, sind im Winter auf, mit Schnee gefüllten Mülltüten, den Kuhberg (...steile Koppel auf der immer die Kühe weiden) bei uns hinterm Haus runter gerutscht.
Ich habe als kleines Kind (... und auch heute noch) meinem Vati immer in der Werkstatt geholfen und viel mit ihm gebaut. Seinen es nun Vogelhäuser gewesen, ein Freilaufgehege für die Meerschweinchen oder die großen Holzpferde für mich und meine beste Freundin, mit denen wir stundenlang spielten.
Ich bin froh, das ich von Vati so viel gelernt und beigebracht bekommen habe. Handwerklich mache ich keinem Mann was vor, was meiner oft zu spüren bekommt. Das kratzt dann schon an seinem Ego smilie_happy_331.gif
Was besseres konnte mir gar nicht passieren, als auf einem Dorf aufzuwachsen. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre einer jener Städter geworden, die fragen ob aus einer braunen Kuh Schokoladenmilch kommt und ob man das Fleisch einer Kuh essen kann (... ohne Witz, das wurde Vati vor ein paar Jahren von einer sehr aufgetackelten, hochnässigen Frau mit Stöckelschühchen und so einem bekloppten Sonnenschirmchen gefragt), ich glaub ich hätte mir die Kugel gegeben.

Aber ich schweife ab smilie_sh_087.gif

Und nun kommen ein paar Fotos die ich gemacht habe...

Stockrosen
Dahlien...
... noch mehr Dahlien...
.... und Überraschung... nochmal Dahlien.
Hier sind ein paar verschiedene Hauswurze zu sehen und das grau-flauschige ist Wollziest, auch Eselsohr genannt. Momentan stehen auf den Koppeln wieder die Trockensteher.
Im Gemüsebeet, in der Ecke beim Eingang, stehen gerade die Cosmeen, auch Schmuckkörbchen genannt, in voller Blüte. Wunderhübsch ist diese Staude anzusehen und sie wird weit über 2m hoch. Die Cosmea (... oder Kosmea geschrieben), ist einjährig und sät sich selbst aus. Das bedeutet, es brauchen keine Samen abgenommen und für nächstes Jahr aufbewahrt werden zur Neuaussaat, sondern da wo die Samen fallen, wächst im nächsten Jahr wieder eine neue Pflanze.
Ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung was das für eine Pflanze ist und aus der Familie weiß es auch keiner. Se ist sozusagen einfach da. Wer weiß, um was es sich hier handelt, kann gerne Bescheid geben.
Ein Tagpfauenauge labt sich auf dem Misthaufen an einem verrottenden Apfel.
Ebenfalls auf dem Misthaufen wächst noch eine Kartoffelpflanze. Das die noch was wird, wage ich mal stark zu bezweifeln.
Auch hier habe ich keine Ahnung, um was es sich handelt. Wer es weiß, kann auch hier bitte Bescheid geben.
Duftwicken in zwei verschiedenen Farben. Sie verströmen einen herrlich blumigen Duft. Davon habe ich mir gleich mal ein paar Samenschoten stibitzt.
Am Holzschuppen klettern noch zwei Puffbohnenpflanzen, mit richtig dicken Schoten und noch dickeren Kernen. In den Ampeln sind Erdbeerpflanzen drin. Ob nun essbare oder Ziererdbeeren weiß ich jetzt gar nicht. Links unten ist noch ein klitzekleiner Kürbis zu sehen und darüber das sind Buschbohnen, die auch noch reichlich tragen.

Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag!
Anna

Nachtrag:
Das Rätsel der unbekannten Pflanzen ist, dank Achim von "Achimsgarten - ein Traum wird wahr", gelöst smilie_happy_311.gif
Bei der ersten Pflanze handelt es sich um eine Canna, auch Indisches Blumenrohr genannt.
Die zwei anderen Pflanzen in den nebeneinander stehenden Kübeln sind Schmucklilien.

Schaut doch mal bei Achim vorbei und stöbert auf seinem Blog. Es gibt viel interessantes bei ihm zu lesen smilie_happy_310.gif

Kommentare:

  1. Wieder super Bilder und ja, dass ist schon ein kleiner Luxus mit dem Dorfle.

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    1. Danke Jule :)
      Stimmt, das Leben auf dem Dorf ist heutzutage wirklich Luxus. Traurig, aber wahr.

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  2. Wunderschöne Blumenbilder! Danke fürs zeigen
    GLG
    Elma

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Die Liebe ist wie eine köstliche Blume, aber man muss den Mut haben, sie vom Rande eines schauerlichen Abgrundes zu pflücken. -Stendhal-