Mittwoch, 13. August 2014

Neues aus dem Garten VIII

Sonntag mal frei gehabt und natürlich im Garten gewesen mit Männe. Unsere Stimmung war mal so mal so. Einmal hätten wir echt heulen können und am Ende haben wir uns doch noch gefreut, denoch mit einem leichten bitteren Nachgeschmack.


Dieser große Haufen Grünzeug ist nichts anderes als die Radieschen die ich habe blühen lassen. Die Pflanzen sind über 1m gewachsen und ich glaube, hätte ich sie noch langer in der Erde gelassen, wären sie noch grösser geworden. Ich musste sie aber rausmachen... 1.) weil sie umgeknickt sind von ihrem Gewicht her und sie so überall im Beet lagen... 2.) weil sie die sich dazwischen befindenden Schwarzwurzeln fast platt gemacht haben und ihnen die Energie geraubt haben und... 3.) weil sie mich nervten, so. Falls ihr mal Radieschen blühen lassen wollt, dann tut dies am Besten in einer Ecke wo sie nicht stören, sprich wo sie ungehindert wachsen können und lasst sie alleine wachsen, nicht in Mischkultur.


Auf diesem Foto seht ihr den Grund zum heulen. Na, seht ihr es? Fällt euch was auf? Was fehlt auf diesem Foto? Richtiiiiiig, die Tomaten. Boah, die hat es uns alle entschärft, aber geradewegs durch die Bank durch. Alle futsch, kaputt, vergammelt, von Braunfäule zerfressen, verbrannt und was weiß ich nicht noch alles. Mein Mann hat alle Pflanzen rausgerissen und vernichtet. Könnt ihr euch vorstellen, wie weh uns das in der Seele tat? Mühsam zog ich die Pflänzchen aus Samen groß, wir freuten uns wie sie stetig wuchsen und bald Früchte trugen. Und dann das... dämliches, ver***, besch*** Wetter.  Besonders leid tat es mir um die Sorte Cuor due Bue, die Ochsenherztomate. Zwei poppelige Samenkörner habe ich noch und ich hoffe nächstes Jahr werden die noch was.

Guckt mal, wisst ihr was das ist? Das ist die Samenkapsel von einer Gladiole. Noch ist die Kapsel grün und unreif. Wenn sich die Kapsel zu braun verfärbt und abgetrocknet ist, dann platzt sie auf und verstreut so die Samen in alle Winde. Die Samen sehen aus wie kleine Flügelchen. Innen ein Kern und um diesen Kern liegt eine dünne Flughaut. Sie sind so leicht, das der Wind oder auch Tiere sie überall hintragen können. Die Anzucht von Gladiolen aus Samen soll ja nicht so schwer sein. Allerdings dauert es, wie bei allen Blumenzwiebeln die man selbst aus Samen zieht, seine 3 - 4 Jahre bis zur ersten Blüte. Wer den Aufwand nicht scheut, der kann es versuchen. Die gängigste Vermehrungsvariante von Gladiolen sind aber die Tochterzwiebeln. Gladiolen sind nicht winterhart, das bedeutet, sie müssen im Herbst ausgebuddelt und kühl und trocken gelagert werden. Oft bilden sich dann an der Zwiebel (Mutterzwiebel), die man im Frühjahr eingesetzt hat, um die Wurzeln herum, lauter kleine Zwiebelchen, die Tochterzwiebeln. Diese können an der Mutti drangelassen werden, bis sie groß genug sind, um alleine in der Erde klar zukommen.


Hier haben wir unsere "Appern gestopelt", wie wir in der Oberlausitz so schön sagen.

Und von den Kerlchen haben wir so einige zwischen den Kartoffeln gefunden... Engerlinge, die Laven von Maikäfern. Manche von ihnen hatten schon eine stattliche Größe von gut 5cm. Aber eklig finde ich die Kleinen nicht, ganz im Gegenteil. Da werden ja mal ziemlich verpeilte Maikäfer draus, die keinen Plan haben wo sie eigentlich hinfliegen sollen und dann wieder zuhauf unter irgendeiner Lampe oder Laterne liegen. Ich finde das nicht so schön, wenn die Tierchen da so rumliegen, aber ich glaube echt die haben keine so richtige Peilung was die eigentlich wollen. Außer sich paaren natürlich.

Tadaaaaaaa... unsere diesjerige Kartoffelernte. Da wir beide eh nicht so die Kartoffelesser sind, reichen uns die paar Dinger locker. Ich weiß nicht ob ihr die gut sehen könnt, aber etwas unterhalb vom kleinen und dem Ringfinger von Männe, liegen so gaaanz kleine rosa Kartoffeln. Tja, das sind die der Sorte "Rosalie". Also echt mal, die mickrigen Dinger sind nicht größer als 3cm. Die Sorte fällt nächstes Jahr also auch flach. Hm, wir haben auch etliche klitzeklitzekleine Kartöffelchen ausgebuddelt, nur wenig größer wie ca. 1cm. Was macht man bitte mit so kleinen Dingern? Ich hatte schon überlegt die mit in einen Gemüseeintopf zu schmeißen. Also waschen, in einem Extratopf ankochen und dann in den Eintopf mit rein. Ach was, ich versuch es einfach, mehr wie nach hinten losgehen kann es ja nicht.


Liebe Grüße
Anna

Kommentare:

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    1. Oh ja^^ Sind aber leider keine mehligen, aber als Salzpoffeln mit Kümmel schmecken sie wunderbar :)

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  2. Die kleinen Kartoffeln gut waschen und mit der Schale in Olivenöl braten. Sie schmecken gut als Bratkartoffeln mit Salz, Pfeffer und etwas Rosmarin gewürzt.
    LG Elke

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    1. Danke liebe Elke, das werde ich ausprobieren, es klingt sehr lecker. Es sind ja genug da von den Mini-mini-Kartofeln.

      Liebe Grüße
      Anna

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  3. Ja der liebe Dauerregen... ich hab da wohl immenses Glück dass ich in meinem Testgarten nix so delikates wie Tomaten stehen habe :-/ Aber letztes Jahr, als ich zum ersten mal testen wollte ob bei mir ein Garten funktionieren würde, sind mir auch alle Tomaten in sehr jungem Alter an einer Fäule gestorben, du kennst bestimmt den Namen der Krankheit, die Pflanzen sind am Stamm kurz über der Erde verfault. War ziemlich ärgerlich da ich mein Büro als Anzuchthaus missbraucht hatte, Parkett eingesaut, ziemlich feucht und nasse Erde riecht nicht so berauschend :D

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    1. Da hast du das Problem vielleicht auch schon, Rose.
      Da dir die Tomatenpflänzchen im jungen Alter schon eingegangen sind, wage ich mal eine Ferndiagnose und tippe auf die "Umfallerkrankheit". Das ist eine Pilzinfektion, die vorrangig am Stengel kurz über der Erde auftritt. Der Stengel fault weg und die Pflanze fällt um, daher auch der Name.
      Der Pilz entsteht, wenn die Pflanzen zu nass stehen, das überschüssige Wasser nicht ablaufen kann. Kommt dann noch eine hohe Luftfeuchtigkeit hinzu (... was ich mal bei dir vermute, auf Grund deines Büromissbrauchs als Anzuchthaus), dann hast du schon die Auslöser.
      Die befallenen Pflanzen können zumeist nicht mehr gerettet werden, sind sie einmal umgefallen. Da hilft nur noch eine Neuaussaat.

      Falls du einen neuen Anlauf im nächsten Jahr wagst, dann achte darauf, das jedes Korn von Anfang an einen eigenen Topf hat. Das erspart das pikieren und schont die pflanzen/Wurzeln. Halte die Erde stets feucht, aber auf keinen Fall so, das sie klitschnass ist. Du kannst auch eine Drainage legen, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Es sollte auch warm im Zimmer sein, aber auch nicht so, das du dir vorkommst wie in den Tropen^^
      Das sind nur Tipps von mir, wie ich es seit Jahren mit Tomis mache. Du musst es natürlich nicht so machen :)

      ich hoffe ich konnte ein wenig helfen und damit schleiße ich nun den Roman ;D

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Die Liebe ist wie eine köstliche Blume, aber man muss den Mut haben, sie vom Rande eines schauerlichen Abgrundes zu pflücken. -Stendhal-