Freitag, 25. April 2014

Löwenzahnsirup

Nun habe ich es auch endlich getan... ich habe meinen ersten eigenen Löwenzahnsirup gemacht smilie_happy_301.gif

Im Internet gibt es unzählig viele Rezepte, wie man Löwenzahnsirup herstellen kann. Ich habe etliche gelesen und festgestellt, das die Rezepte vom Prinzip her fast immer dasselbe beinhalten. Von daher habe ich eigentlich alles frei Schnauze gemacht ohne mich jetzt an irgendein Rezept zu halten.

 
Für den Löwenzahnsirup habe ich genommen:

♦ ca. 600 g Löwenzahnblüten, wobei ich davon nur die gelben Blütenblätter verwendet habe
♦ 1 gelbes 100 ml Fläschen Zitronen-Fix gesponsert by Schwiegermutti (... eigentlich kommen da, je nachdem wie man es mag, 2-3 in Scheiben geschnittene und entkernte BIO-Zitonen rein, aber in Ermangelung derer musste ich mit dem Fläschen vorlieb nehmen)
♦ gut 2 kg brauner Zucker (... man kann auch weißen Zucker nehmen, dadurch wird der Sirup heller und schmeckt wohl weniger herb als wie mit braunem Zucker)
♦ ca. 2 l Wasser 

Von den Löwenzahnköpfchen habe ich das Grün mit einem scharfen Messer entfernt und nur die gelben Blütenblätter genommen. Diese dann unter fließendem Wasser kurz abgespült und rein in den Topf. Dann das Wasser mit dazu gegossen. Die "Suppe" habe ich ca. 20 Minuten kochen lassen. Den Topf vom Herd runter und 24 Stunden ziehen lassen.
Die "Suppe" habe ich dann durch ein sauberes Geschirrtuch abgeseiht und das Tuch nochmal richtig ausgewrungen, damit auch alle Flüssigkeit aus den Blütenblättermatsch rausgeht.
Nun kommt der Zucker und die Zitrone rein und das alles wird langsam, unter ständigem rühren erhitzt, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Danach die Temperatur niedriger stellen und die Flüssigkeit auf kleiner Hitze weiter simmern lassen. Rühren nicht vergessen, denn es kann schnell anbrennen, wenn man nicht aufpasst. Bei mir hat es ungefähr 5 Stunden gedauert, bis die Masse eine sirupartige Konsistenz hatte.
Normalerweise kann auf einem kleinen Teller getestet werden, wie die Konsistenz ist. Ich habe aber immer (ca. 4x) den ganzen Topf abkühlen lassen, weil ich das so viel besser feststellen konnte wie fest die Masse ist, als wie mit der Tellerprobe.
Wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist, wird der Sirup nur noch in abgekochte Gläser gefüllt und fertig ist der Löwenzahnsirup.
Vorsicht beim einfüllen in die Gläser. Der Sirup ist verdammt heiß. Die Brandblase am Handgelenk schmerzt immer noch als mir ein Gläschen beim zuschrauben aus der Hand gerutscht ist.





Nachtrag 
Die liebe Myri hat mich gestern indirekt in ihrem Kommi gefragt, ob 600 g Blütenblätter nicht zu viel sind. Nein, sind sie nicht. In den meisten Rezepten die ich gefunden habe, liegen die Angaben bei ca. 300 g Blütenblätter auf 1 kg Zucker und 1 l Wasser. Ich habe somit nur die doppelte Menge genommen. Ihr könnt natürlich bei den Zutaten variieren wie ihr mögt. Weniger nehmen, mehr nehmen, Menge halbieren, Menge verdoppeln...

Kommentare:

  1. Oh wie schön! Das ist eine tolle Idee. :) Wo hast du nur so viele Blüten gefunden? 600g erscheint mir recht viel. Musstest du da lange sammeln? Ich habe erst letztens gelesen, dass Lowenzahn zu den 9 gesündesten Lebensmitteln gehören soll. LG Myri

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    1. Hi Myri,

      in den meisten Rezepten sind ca. 300g Blütenblätter auf 1 kg Zucker und 1 l Wasser angegeben. Ich habe einfach die doppelte Menge genommen. Ich werde das nochmal bei mir im Rezept dazu schreiben ;) Nee du, bei uns auf der Neißewiese standen unzählige Löwenzahn rum, man sah nur gelb und da musste ich einfach sammeln und es hat gar nicht lange gedauert bis mein Körbchen voll war :)
      Stimmt, Löwenzahn soll sehr gesund sein. Ich esse ihn auch manchmal im Salat, schmeckt leicht bitter. Aber der Sirup ist aufgrund des vielen Zuckers sparsam zu geniessen :D

      Liebe Grüße
      Anna

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Die Liebe ist wie eine köstliche Blume, aber man muss den Mut haben, sie vom Rande eines schauerlichen Abgrundes zu pflücken. -Stendhal-